“Knaller” hält, was er verspricht

Eine rauschende Tischtennis-Nacht erlebten alle Anwesenden beim knappen, aber verdienten 9:7-Erfolg des Roländer Spitzensextetts über die Regionalliga-Reserve der TTF Bönen. Über 50 begeisterte und begeisternde Zuschauer fanden am Montagabend den Weg an die Sporthalle an der Bahnhofstraße – nicht einer bereute sein Kommen.
Die Partie wurde vom nächsten Samstag vorverlegt, da Heiko Raatz, der erst 15-jährige Spitzenspieler der Gäste, am Wochenende am DTTB-Top 48-Turnier teilnimmt, bei dem der beste Jugendliche Deutschlands ermittelt wird. Neben dem Youngster wartete Bönen zudem mit zwei ehemaligen Bundesliga-Akteuren in Person von Franz-Josef Hürmann und Udo Lang auf. Die geballte Prominenz zog ein dementsprechend großes Publikum an.

Zum Auftakt stellten die Heimischen ihre Doppel taktisch auf: Heydemann/Pauly sollten auf die offensive gegnerische Variante Raatz/Romanski treffen. Diese Strategie ging auf und man fügte den Kontrahenten mit 3:0-Sätzen die zweite Saisonniederlage zu. Böhm/Weiß spielten gegen die Routiniers Hürmann/Lang gut mit, unterlagen jedoch in der Verlängerung des vierten Durchgangs. Dass die Rauxeler dennoch mit einer Führung aus den Doppeln kamen, lag an Krumme/Wasielak, die Kroes/Düsing mit 3:1 niederhielten.
Nachdem die Matches von Marc Heydemann und Matthias Böhm im oberen Paarkreuz erwartungsgemäß für die Gäste liefen, schlug die Stunde der Roländer. Christoph Pauly wehrte im Duell mit Romanski einen Matchball ab, um in der Verlängerung des Entscheidungssatzes doch noch zu triumphieren. Torben Krumme zeigte sich anschließend ebenfalls in Galaform und brachte seine Farben mit einem 3:1-Sieg gegen Kroes wieder in Front. Angesteckt vom frenetischen Jubel der Rauxeler ließen Thorsten Wasielak und Stefan Weiß im unteren Paarkreuze zwei souveräne Punktgewinne folgen, so dass ein 6:3-Vorsprung zur Halbzeit Bestand hatte.
Anschließend blitzte Heydemanns Können gegen Raatz nur kurz auf, dessen Sicherheit dann schließlich den Ausschlag gab. Eine Vorentscheidung fiel, als Matthias Böhm gegen Hürmann seine Qualitäten gegen Abwehr unter Beweis stellte und seinen Gegenüber zeitweise vorführte. Pauly demontierte daraufhin Kroes in drei schnellen Sätzen, womit ein Zähler beim Zwischenstand von 8:4 gesichert war. Doch plötzlich verließ die „Erste“ das Glück. Krumme bekam gegen Romanski kein Bein auf den Boden, Wasielak vergab einen 2:0-Satzvorsprung gegen Lang und auch Weiß fand unkonzentriert nicht mehr ins Spiel. So musste tatsächlich doch noch das Abschlussdoppel über Sieg oder Unentschieden entscheiden. Aufgrund der taktischen Aufstellung bedeutete dies ausnahmsweise nicht, dass Heydemann/Pauly an den Tisch traten, sondern Böhm/Weiß gegen Raatz/Romanski. Völlig überraschend holte sich das Roländer Duo die ersten beiden Durchgänge, verschmerzte auch den Verlust des dritten Satzes, um sich im vierten endgültig durchzusetzen, das erste gemeinsame Doppel überhaupt zu gewinnen und das Endresultat herzustellen!

Nach dreieinhalb Stunden herrschte nur noch Freude, Erleichterung und ausgelassene Stimmung im Kreise der DJK. Zwei Tage nach dem desolaten Auftritt in Querenburg, meldete man sich mit einer Leistungsexplosion eindrucksvoll zurück und kann wieder etwas entspannter auf die wichtige Auseinandersetzung in Kettler Werl am 11.11. blicken.

YES!!!

P.S.: Sportkamerad Düsing lobte anerkennend, dass er vor seiner fantastischen Kulisse wohl noch nie gespielt hätte.

P.S.S.: Noch einmal Dank an alle Zuschauer!

Menü