Christoph Pauly nach 39 Sätzen am Ziel

Noch keine Überraschungen gab es in der Vorrunde bei den Herren A. In Gruppe 1 setzte sich Pauly nach einigen Problemen mit 3:2 und 3:1 gegen Werner Erhardt bzw. Thorsten Wasielak durch und wurde seiner Setzung damit vorerst gerecht. Bulli kam ebenfalls weiter, nachdem Werner auch seine zweite Partie unglücklich in fünf Duchgängen gegen ihn abgeben musste. Mit Marc Heydemann schaffte der dritte Landesliga-Akteur der DJK Roland Rauxel den Sprung ins Viertelfinale durch ein knappes 3:2 gegen den Postler Waldemar Gbiorczyk und einen überraschend deutlichen 3:0-Erfolg über den Vereinskollegen Christian Chroscinski (beide Bezirksklasse). Christian hatte im Match der Motivationsraketen gegen Waldi das bessere Ende für sich. Am engsten ging es in der sehr ausgeglichenen Gruppe 3 zu: Vorjahreshalbfinalist Thorsten Wagner verlor etwas unerwartet, genau so wie sein Mannschaftskamerad vom Post SV Torsten Tauber, gegen Brett 4 des Roländer Bezirksklassen-Teams Michael Bergins. Trotz einer 2:0-Satzführung und einem 6:0-Vorsprung im Dritten, gelang es Thorsten mit „h“ nicht, Torsten ohne „h“ endgültig zu bezwingen. So wehrte „Taube“ mehrere Matchbälle ab und triumphierte schließlich doch noch. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass beide der Begegnung mit Macki aus dem Weg gehen wollten, der auf den Zweiten dieser Gruppe treffen sollte. Den Gefallen tat Micha dem Sieger von 2002, indem er im Noppenduell mit dem Vierten im Bunde – dem bis dato noch sieglosen Andreas Kunze – im letzten Gruppenspiel den Kürzeren zog und aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses den ersten Platz noch an Torsten Tauber abtreten musste. Eine eindeutige Angelegenheit war dagegen der Ausgang in der vierten und letzten Gruppe. Der hoch gehandelte Stefan Eifert, der in der abgelaufenen Saison im mittleren Paarkreuz in der Verbandsliga an den Start ging, qualifizierte sich als einziger ohne Satzverlust für die Hauptrunde. Seine Gruppengegner Wolfgang Schmidt (immerhin Stadtmeister der Herren B am Vortag) und Ludger Ruder bestätigten anschließend den öffentlichen Eindruck, dass an diesem Tag kein Weg an dem jungen Waltroper vorbeiführen sollte. Wolle Schmidt wurde Zweiter.

Im Viertelfinale kam es zu folgenden Auseinandersetzungen: Pauly – Schmidt, Bergins – Heydemann, Eifert – Chroscinski und Wasielak – Tauber. Der Titelverteidiger musste dabei einsehen, dass Wolfgang nicht nur einen guten Samstag, sondern ein richtig gutes Wochenende erwischt hatte. Schmidt führte schon mit 3:2, glücklicherweise für Pauly wurden ab jetzt vier Gewinnsätze gespielt, so dass sich letzterer doch noch im siebten Durchgang durchsetzen konnte. Abdul machte beim 4:0 mit Organisator Bergins kurzen Prozess. Eine kleine Sensation gelang Chrosci gegen Eifert: Die Topspin-Serien seines Kontrahenten beantwortete der 1.Vorsitzende mit noch sichererem Blockspiel und er schaffte es tatsächlich seinen Gegenüber mit 4:1 in die Schranken zu weisen. Respekt! Auch ein 4:2 gab es in der ersten Hauptrunde. Der im Laufe der beiden Turniertage immer besser werdende Torsten T. behielt im Duell mit Thorsten Wasielak die Oberhand.

In der Vorschlussrunde ging es bei den nominellen Doppelpartnern Marc und Paul einmal mehr in den Entscheidungssatz. Hier musste Heydemann dann die Segel streichen, nahm es aber mit Humor: „Hauptsache nicht Zweiter…“. Im anderen Semifinale war Chrosci diesmal chancenlos gegen Tauber, der in der Meisterschaft noch in Hin- und Rückspiel das Nachsehen hatte.

Im Endspiel der Königsklasse standen sich somit Christoph Pauly und Torsten Tauber gegenüber. Es sollte ein Finale werden, das – ohne zu übertreiben – wohl an Dramatik und Spannung nicht zu überbieten war. Paul holte sich den ersten Durchgang souverän, den zweiten gab er in der Verlängerung ab, dann wieder die Führung für den Roländer, ehe Tauber mehrere Satzbälle abwehrte und mit sage und schreibe 18:16 in der Verlängerung gewann. In der Folge das gleiche Bild: Paule siegte im fünften, vergab im sechsten mehrere Matchbälle und unterlag wieder in der Verlängerung. Nachdem Paul im siebten Satz ein 10:7 nicht reichte, blieb er trotzdem ruhig und nutze seinen siebten Matchball (Thorsten Wagner hatte mitgezählt), um am Ende mit 14:12 doch noch den Sieg 2005 zu holen. Damit schaffte es zum zweiten Mal ein Spieler seitdem der aktuelle Herren A-Pokal im Umlauf ist (1990, mit Premierensieger Jörg Bollenbach), den Pott zu verteidigen. Zuvor gelang dies nur Jörg Wagner Ende der 90er.

Torsten Tauber kündigte außerdem schon vor den Titelkämpfen an, dass er den Schläger an den Nagel hängen wird. Das würde den Verlust einer der schillerndsten Personen im Tischtennissport bedeuten  Wir hoffen ihn bald wiederzusehen!

Wie schon bei den Herren B gewann die Kombination Tauber/Wagner auch die Doppel-Konkurrenz der Herren A. Im Finale musste sich die uneingespielte Paarung Wasielak/Pauly geschlagen geben, während am Vortag Chroscinski/Crapanzano den zweiten Rang belegten.

Wie bereits erwähnt war in der B-Klasse Wolfgang Schmidt nicht zu bezwingen. Auch hier stand Tauber im Endspiel, musste seinem Teamkameraden aber nach hartem Kampf gratulieren. In der Vorschlussrunde hatten die Postler den Überraschungsdritten Dirk Wiegmann, sowie Titelverteidiger Michael Bergins aus dem Rennen geworfen. Mitfavorit Thorsten Wagner wurde unterdessen von Neuzugang Carsten Hölper aus dem Turnier eliminiert.

Da Hölper im vergangenen Jahr eine Pause eingelegt hatte und vereinslos war, durfte er in der Herren C-Klasse starten. Folgerichtig sammelte er dort dann auch die Stadtmeisterschaft ein. Er verwies den furios aufspielenden Andreas Harr und Christoph Babski auf die Plätze. Trotzdem eine tolle Leistung von beiden Roländern, die als Mitglieder der 2.Kreisklasse-Mannschaft, das Feld, das unter anderem mit zahlreichen Akteuren aus der 1.Kreisklasse vom Post SV gespickt war, gehörig durcheinanderwirbelten. Im Doppel trugen Männix und Schuchi den Sieg davon, wobei ersterer von der optimalen Vorbereitung mit dem Herren A-Stadtmeister am Vorabend profitierte J .

 

Bei den Damen durchbrach Nicola Pauly den jahrelangen Fluch bei den Castrop-Rauxeler Titelkämpfen und besetzt nun nach langer Durststrecke endlich für eine Spielzeit den Thron. Zwar unterlag sie erneut Abonnement-Gewinnerin Tina Schlegel, Finsche unterlag allerdings unerwartet Zugang Margarethe Bursy, so dass Nico sich mit dem besten Satzverhältnis die Stadtmeister-Krone aufsetzen durfte. Dass Nicola und Tina gemeinsam einen weiteren Doppel-Triumph landeten war dagegen keine Überraschung.

Als Außenseiter kam die Paarung Bursy/Hölper im Mixed zu einem nicht vorhergesehenen Sieg. Mit Erfolgen über Pauly/Pauly und Schlegel/Gbiorczyk bewiesen sie am Sonntag eindrucksvoll die beste Frühform.

 

Die A-Konkurrenzen beim Nachwuchs wurden von den Roländern dominiert. Hatte am Samstag bei den Jungen A noch Christopher Paul gegen Marcel Götz das glücklichere Ende für sich, drehte Noppenspezialist Götz am nächsten Tag den Spieß um und verwies Paul auf den dritten Rang, um im Endspiel der Schüler A den gut aufgelegten Postler Sureskumar Ragunathan zu bezwingen. Dieser hatte vorher überraschend Mitfavorit David Respondek ausgeschaltet. Dritte bei den Jungen wurden Christopher Sauer und Oliver Rinke.

Im Doppel siegten bei den Jungen Sauer/Respondek und bei den Schülern Paul/Sannemann.

 

Weitere Einzel-Ergebnisse:

Herren D: 1. Arthur Siersiecki  2. Stanislav Jasinski
Senioren: 1. Rainer Eifert  2. Wolfgang Schmidt  3. Waldemar Gbiorczyk/Werner Erhardt
Damen B: 1. Carmen Hölper  2. Beatrice Sommer
Jungen B: 1. Fabian Rebb  2. Aljoscha Gbiorczyk  3. Mücahit Akgül/Hilarius Riese
Mädchen: 1. Beatrice Sommer  2. Alexandra Fandi
Schüler B: 1. Stefan Grote  2. Luca Kempf  3. Henning Knapp/Max Zobigalla
Schüler C: 1. Mücahit Akgül  2. Kevin Kubitzky  3. Kevin Jasionowsky/Max Zobigalla

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