Musik ist tief…

Ein großer Kampf ging der bitteren 7:9-Niederlage gegen Waltrop voraus, doch am Ende stand man wieder mit leeren Händen dar. Nun heißt es, die Köpfe nicht hängen zu lassen und die schwierigen drei nächsten Spiele zu überstehen, ehe es zu den entscheidenden Begegnungen kommt.

Die Doppel liefen nicht – wie erhofft – für die Heimischen. Chissi und Marc „bissen“ sich zu einem 3:1-Erfolg, Paul und Chrosci unterlagen 1:3. Leider kamen Bulli und Torben nicht richtig ins Spiel und verloren alle drei Durchgänge mit zwei Zählern Unterschied.
In den Einzeln hielt der Aufsteiger von 2004 dank Macki den Anschluss. Nach einer überzeugenden Vorstellung verließ er gegen Jens Martin als Sieger die Platte. Ausgerechnet heute machte die gegnerische Nummer 2 ihr erstes Spiel 2006, musste gegen den brillant agierenden Heydemarc, der sich auch vom „Schwachkopf“ nicht aus der Ruhe bringen ließ, allerdings die Segel streichen und die zweite Saisonniederlage hinnehmen (Hinrundenbilanz Martin: 5:1). Chissi hielt im Duell mit Stefan Eifert in jedem Satz gut mit, auf der Zielgeraden setzte sich sein Kontrahent aber immer ab. Die beste Leistung seit Monaten brachte Torbinho zustande. Seniorenstadtmeister Rainer Eifert ließ er in allen drei Durchgängen keine Chance. Paul knüpfte an seine Formkrise und Pechsträhne an und gab die ersten beiden Sätze nach vielen vergebenen Satzbällen jeweils in der Verlängerung ab und musste Sportkamerad Stümpel schließlich nach vier Durchgängen gratulieren. Das untere Paarkreuz sorgte dann allerdings für die erste Roländer Führung: Bulli setzte sich souverän gegen Spiewok durch, während Chrosci mit Hilfe von Kampf und Psychotricks gegen seinen Gegenüber die Oberhand behielt. Das 5:4 sollte aber der einzige Vorsprung der Krumme-Sechs bleiben. Abdul lieferte sich mit Stefan Eifert die sehenswerteste Partie des Tages und unterlag nur knapp im Entscheidungssatz. Trotzdem geil gezockt, Rocket-Man! Vatti, der ursprünglich aufgrund seiner Grippeerkrankung gar nicht an den Start gehen wollte, musste gegen Martin seiner körperlichen Schwächung Tribut zollen und verlor in vier Sätzen. Spieler des Jahres, Stadt-, Vereinsmeister, Süß-, Wilk- und Peter Dohmann-Bezwinger (extra für Bulli J ) Christoph Pauly hatte sich gegen Eifert Senior einiges vorgenommen, konnte es aber erneut nicht in die Realität umsetzen. Nachdem er die ersten beiden Durchgänge wieder einmal mit zwei Punkten Rückstand verlor (den ersten 18:20!), war das Match gelaufen. Der Bachelor machte es besser und schoss auch seinen zweiten Gegner ohne Satzverlust von der Platte. Respekt! Der Helm zeigte ebenfalls, dass er einen mehr als guten Tag erwischt hatte und triumphierte im zweiten Einzel genauso souverän, um so den 7:7-Ausgleich herzustellen. Leider ließ sich das Abschlussdoppel, in das hohe Erwartungen gesetzt wurden, von den vielen „Nassen“ der Waltroper aus der Spur bringen, sodass maximal noch ein Unentschieden möglich war. Und der wiedergewählte erste Vorsitzende hatte es auf dem Schläger: Nach toller Aufholjagd kam er nach 3:9 im finalen Durchgang noch in die Verlängerung und hatte selbst einen Matchball, zog am Ende allerdings doch mit 12:14 denkbar knapp und unglücklich den Kürzeren.

Ein Punkt wäre mit Sicherheit verdient gewesen. So bleibt es spannend im Abstiegskampf. Vielleicht gelingt ja am geliebten Sonntag nächste Woche eine Überraschung in Brambauer. Gegen Gerthe hatten die Lüner auch nur mit 9:7 die Nase vorn. Ansonsten müssen die Weltraumer einen ähnlichen Endspurt hinlegen, wie im letzten Jahr, wenn es gegen die schlagbaren Teams vom TTTTT Bochum, Ehrenfeld, Eintracht und Gerthe geht.

Trotz der ärgerlichen Niederlage suchten noch drei aus der Ersten + Evil die „Heiligen Hallen“ auf, wo gemeinsam mit dem armschwingenden Michael B. und seiner ebenfalls mit 7:9 unterlegenen Zweiten auf die Niederlagen angestoßen wurde. Zwischenzeitlich waren DJ und Musik zwar „tief“ – so wie alles, was bei Paul am Vorabend beim Schocken unter seinem Würfelbecher zum Vorschein kam – doch es wurde noch ein lustiger Abend/Morgen…

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