Städtische Titelkämpfe 2006

Aufstiegsspiele der Roland-Jugend, Bezirksendrangliste für die Postler Grote und Wu, Vereinsmeisterschaften in Obercastrop, Abstiegsrelegation von Rauxel IV, Familienturniere. Auch nach dem regulären Ende der Spielzeit 2005/2006 Mitte April jagt in der Europastadt noch ein Event das nächste. Nun kommt der letzte und gleichzeitig bedeutendste Höhepunkt neben der Meisterschaft auf die Castrop-Rauxeler Zelluloid-Artisten zu: Die Stadtmeisterschaften.

Den Anfang machen bereits am Donnerstag (8. Juni) die Senioren. Wie in den anderen Klassen sind auch hier alle Bürger der Europastadt startberechtigt sowie die Mitglieder der Castrop-Rauxeler Tischtennisvereine. Hinzu kommt, dass in dieser Altersklasse der Stichtag 01.01.1966 für alle Teilnehmer gilt. Im Gegensatz zu den übrigen Konkurrenzen – die in der ASG-Sporthalle stattfinden – tragen die Senioren ihren Wettbewerb in der Turnhalle der Elisabethschule aus. Großer Favorit ist Rainer Eifert. Der Seriensieger steht vor seinem dritten Erfolg hintereinander. Eifert schlägt für den Landesliga-Konkurrenten des ersten Roland-Teams TTV Waltrop auf und ist nebenbei noch bei Eintracht Ickern aktiv. Arbeitsbedingt wird er allerdings bei den Herren A am Sonntag fehlen. Seine ärgsten Widersacher dürften der Postler Waldemar Gbiorczyk und die Roländer Werner Erhardt und Jürgen Wasielak verkörpern.
Am Samstag stehen die Jugendlichen im Fokus der Aufmerksamkeit. Selten war das Feld der Jungen A so gut und ausgeglichen besetzt. Dabei wird ein Duell der Bezirksklassenmannschaften von Roland und Post erwartet, die die Liga auf Position 2 und 3 abschlossen und noch auf freie Plätze in der zweithöchsten deutschen Jugendklasse hoffen. Beste Chancen haben die letztjährigen Finalteilnehmer Christopher Paul (Titelverteidiger) und Marcel Goetz aus Rauxel sowie Christopher Sauer und Steffen Pogorzelski vom Postsportverein. Außerdem kommt der schon bei den Erwachsenen zum Schläger greifende Fabian Rieke für eine vordere Platzierung in Frage.
Darüber hinaus finden am gleichen Tag die Hobbyklassen der Damen, Herren und Jugendlichen für Nichtmannschaftsspieler statt. Ebenfalls noch am Samstag: Die Mädchen-Klasse, wo Beatrice Sommer konkurrenzlos sein sollte, das Schüler B-Feld mit den Favoriten Luca-Alexander Kempf und Thomas Zobiegala und die Herren B-Turnierklasse. Letztere ist offen bis Bezirksklasse und wird vermutlich zwischen den Mitgliedern der „Ersten“ von Post Castrop und der „Zweiten“ von Roland Rauxel ausgemacht. Beste Aussichten haben Torsten Tauber, Marc Langbein und Carsten Hölper.

Die Herren A-Konkurrenz (offen für alle) wird mit dem größten Interesse am Sonntagmorgen verfolgt werden. Der Ausgang des Rennens um die Krone der Königsklasse ist kaum prognostizierbar. Zu eng ist die Leistungsdichte an der Spitze. Die vermeintlich besten Qualitäten besitzt Stefan Eifert vom Landesligisten TTV Waltrop. An Brett 1 gelang ihm in der Hinrunde die eindrucksvolle Bilanz von 15:5-Siegen und auch in der zweiten Serie spielte er immerhin ausgeglichen. Allerdings war er in den beiden sehenswerten Auseinandersetzungen mit Rolands Nummer eins Marc Heydemann – in den letzten Jahren immer mindestens im Halbfinale – in dieser Saison einmal unterlegen. Dazu kommt Torsten Tauber. Nach der Final-Niederlage vor einem Jahr hing er die Tischtennisschuhe vorläufig an den Nagel. Zur neuen Spielzeit wagt er jedoch einen neuen Anlauf und ist pünktlich zu den Stadtmeisterschaften wieder in Topform, die er mit der Vereinsmeisterschaft in Post Castrop vor zwei Wochen eindrucksvoll unter Beweis stellte. Ebenfalls zum Favoritenkreis zählen, dürfte der Gewinner der Jahre 2004 und 2005 Christoph Pauly. Gerade zu den Castrop-Rauxeler Titelkämpfen konnte er in der Vergangenheit regelmäßig eine besonders starke Energieleistung abrufen. An den Titel-Hattrick glaubt er allerdings selbst nicht: „An einem Tag die komplette Tischtennis-Elite von Castrop-Rauxel zu besiegen, gelingt einem nicht jedes Jahr, da gewinnt der, mit der besten Tagesform.“ Außerdem ist man gespannt, wie sich Rauxels Neuzugang Stefan Weiß und Rückkehrer Matthias Böhm (noch mit Trainingsrückstand) schlagen werden. Während mit Christian Bojak und Axel Walther zwei prominente Kandidaten für den „Platz an der Sonne“ ausfallen, da sie sich vorzeitig in die Sommerpause verabschiedet haben, gehen mit Torben Krumme, Thorsten Wasielak und Waldemar Gbiorczyk weitere keinesfalls chancenlose Akteure an den Start. Als Geheimfavoriten gelten Carsten Hölper und Marc Langbein.
Bei den Damen A führt auch in diesem Jahr kein Weg an Nicola Pauly vorbei. Mit Tina Schlegel fällt aufgrund gesundheitlicher Probleme wahrscheinlich die schärfste Konkurrentin im Einzel aus. Mit Zugang Julia Fisahn aus Witten geht aber auch eine noch relativ unbekannte Größe an den Start. Margarethe Bursy als vierte Spielerin des Verbandsliga-Quartetts wird ebenfalls ihre Möglichkeit suchen. Im Vorjahr behielt sie als einzige die Oberhand über Schlegel und verhalf Pauly so zum Titelgewinn.
Unter den Mixed-Paarungen haben Gbiorczyk/Schlegel, Pauly/Pauly und Hölper/Hölper die besten Aussichten auf das Treppchen.
Die teilnehmerstärkste Erwachsenenklasse stellt aller Voraussicht nach die Herren C-Konkurrenz dar. Neben den favorisierten Kreisklassen-Teams werden allerhand Jugendliche erwartet, die bei den „Großen“ für Furore sorgen wollen. Außerdem geht am Sonntag noch die Turnierklasse der Schüler A über die Bühne. Hier werden den Postlern Stefan Grote und Raphael Reiß die besten Siegchancen eingeräumt. Bei den Schülerinnen und Schüler C (Hobbyspieler) können die Jüngsten zeigen, was sie drauf haben.

An den drei Turniertagen wird mit über 200 Teilnehmern gerechnet. Essen und Getränke werden in der Cafeteria verkauft. Um zwischendurch nichts von den ersten Fußball-Weltmeisterschaftsspielen zu verpassen, ist eine Großbildleinwand aufgebaut.

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