Nah dran an Überraschung

Beim besten Rückrundenteam und aktuellen Tabellenzweiten aus Letmathe musste sich die Krumme-Sechs denkbar knapp mit 7:9 geschlagen geben.

Stefan und Matthias mussten erwartungsgemäß der Kombination Dybiec/Finking gratulieren. Paul und Marc fanden nach zwischenzeitlicher Schwächephase im zweiten Satz bei 5:10 wieder in die Partie, machten sieben Punkte in Folge und setzten sich schließlich souverän mit 3:0 durch. Das möglicherweise entscheidende Duell verloren Christian und Torben: Mit 2:0-Sätzen und 7:3 lagen sie schon in Front, eine Auszeit brachte ihre Gegenüber wieder zurück. Der vierte Durchgang ging zu 9 verloren und im fünften reichte eine 5:1-Führung nicht, bitter…
Das erhoffte Minimalziel – im oberen Paarkreuz einen Punkt zu erreichen – machte Böhmi mit einem starken Auftritt gegen die Nummer 2 der Gastgeber perfekt. Er hielt ununterbrochen einen Vorsprung und ließ die Spannungskurve gegen Ende der Sätze steigen, um dreimal mit zwei Punkten mehr die Oberhand zu behalten. Vatti leistete in den Durchgängen 1 und 2 gegen Dybiec, den besten Akteur der Liga (Bilanz: 28:3), erhebliche Gegenwehr und zog erst in der Verlängerung jeweils den Kürzeren. Keinen wirklich guten Tag hatte Paul erwischt, langsam auf den Beinen und ohne die nötige Sicherheit unterlag er in einem ungewohnt ballwechselarmen Match Sportkamerad Jentsch, der auch noch die nötigen Netzroller auf seiner Seite hatte. Für die Hinrundenpleite revanchierte sich Macki anschließend bei Rummenhohl: Nach verlorenem ersten Satz kam er immer mehr auf Touren und machte im vierten sogar einen 5:10-Rückstand wett. Der Bachelor präsentierte sich gegen Bartkowiak von seiner besten Seite. Nach reichlich „small talk“ am Tisch  behielt Torbinho die Nerven und triumphierte. Freunde werden die Beiden aber wohl nicht mehr. Daraufhin sorgte Stevie sogar für die Führung, indem er Illgen die Fehler machen ließ und selbst auf Sicherheit ging.
Der T-1000 lieferte sich zum Auftakt der zweiten Einzelhälfte einen überaus sehenswerten Schlagabtausch mit dem Letmather Spitzenspieler. Hätte er im ersten oder dritten Satz seine Führungen über die Ziellinie gerettet, wäre sogar ein finaler Durchgang drin gewesen. An die vielversprechende Vorstellung aus seiner ersten Partie anzuknüpfen, gelang Chissi leider nicht. Gegen das sichere Topspinspiel von Finking fand er kein Mittel. Paul setzte auch in seinem zweiten Einzel kaum spielerische Höhepunkte, biss sich jedoch durch und konnte wieder ausgleichen. Rummenhohl blieb damit laut eigenen Angaben zum ersten Mal bei Letmathe komplett ohne Punktgewinn. Allerdings klappte am Nebentisch auch bei Macki gegen die überrissenen Bälle von Jentsch nicht viel und Rauxel lag wieder hinten. Stefan hatte offensichtlich unter der Woche die Stunde „Positive Körpersprache“ geschwänzt und reagierte auf Bartkowiaks Angriffe nur mit Schulterzucken und Kopfschütteln. Nach der Auszeit von Schiri Paul drehte er zwar den dritten Durchgang noch, aber dann war Endstation. Mann des Tages bei den Roländern war Torben: In einem tollen Fight rang er seinen Gegenüber nieder, nachdem aus einem 9:6 im fünften Satz ein 9:10 wurde, er den Matchball abwehrte und mit 12:10 erfolgreich war.
Im Abschlussdoppel war für Pauly/Heydemann leider nix zu holen, sie kamen überhaupt nicht ins Spiel und brachten nicht viel auf die Platte.

Das bedeutete zwar keine Zähler auf das Konto, aber leistungsmäßig eine gelungene Generalprobe für das „Alles-oder-Nichts-Spiel“ am nächsten Samstag zu Hause gegen Querenburg. In hoffentlich voller Halle dürfte dann die Vorentscheidung im Abstiegskampf fallen.
Man konnte sich immerhin freuen, dass Eintracht nicht in Bönen gewann und Verfolger TTT den zweiten Saisonsieg von Werl zuließ und so wichtige Punkte liegen ließ. Die Erste rangiert weiter auf Position 9, der soll es auch am Ende sein…

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