Kurz vorm Ziel

Zwar war im Vorhinein bekannt, dass (wie im Hinspiel) mit Andreas Blaut die Nummer 1 des Tabellendritten SSV Hagen fehlt, doch erst als beim Eintreffen auch noch offensichtlich wurde, dass ebenfalls Brett 2 der Gastgeber ausfällt, rechneten sich die Roländer größere Chancen aus…

Da Marc frühzeitig als einer der wenigen Helfer seiner Tante für den Umzug von Selm nach Nordkirchen zugesagt hatte, kam Chissi zum Einsatz, der beim Abschlusstraining am Donnerstag einen guten Eindruck hinterlassen hatte. Das ergab neue Doppel, die etwas überraschend einen guten Start hinlegten: Die alt eingesessene Kombi Böhm/Bojak hatte nur in einem Satz Schwierigkeiten mit ihren jungen Gegenüber und holte souverän den Punkt zur Führung. Beim ersten gemeinsamen Auftritt begannen Paul und Stevie vielversprechend. Plötzlich ereilte Stefan aber im zweiten Durchgang nach eigenen Angaben bei einem 7:5-Vorsprung ein Blackout. Zwei Fehler, zwei Fehlaufschläge, zwei Fehler. Kaum zu glauben, dumm gelaufen. Doch in den Sätzen 3 und 4 harmonierten beide wieder besser und erhöhten so auf 2:0. Bulli lief im Doppel an der Seite von Torbinho noch nicht wirklich rund, eine 9:6-Führung reichte nicht im Entscheidungssatz, ob sich das noch rächen würde?
Vatti mit himmelweitem Unterschied zum Training gegen Brandau, nur sehr kurze gute Phasen, sonst zu risikofreudig und unsicher. Ohne Übungseinheiten unter der Woche, trotzdem voll auf der Höhe: Ein ruhig und ausgeruht wirkender Böhmi punktete relativ problemlos. Wenig Chancen bekam Stefan gegen Olaf Krüger, der den Rauxeler mit seinen Aufschlägen zur Verzweiflung trieb, normalerweise läuft es andersherum! Hoch-, aber nicht übermotiviert ging Christoph „Tischtennis ist mein Leben“ Pauly gegen Schultz an den Tisch. Paul dominierte die Durchgänge 1 und 3 und kam nach Rückstand in Satz 2 zurück, um den 4:3-Zwischenstand herzustellen. Bei einer Bilanz von 20:3 verlor Schultz dabei zweimal gegen die Europastädter (erste Serie gegen Stevie). Das untere Paarkreuz sorgte nun für die Vorentscheidung. Das Doppel ließ Schlimmes befürchten, aber Bulli kam jetzt besser mit dem schnittreichen Spiel seines Gegners zurecht und zog ihm in den ersten beiden Sätzen mit dem Wasielak’schen Fortune den Zahn. Der Hasskrumme wurde am Nebentisch aktiv. In einem kampfbetonten Match besann sich Torben „Tischtennis ist das Wichtigste für mich“ Krumme auf die Vorgabe „egal wie“ und drehte das Ding noch zu seinen Gunsten, um zur Halbzeit ein 6:3 für die Gäste zu erzielen.
Matthias ließ sich häufig nach hinten drängen und spielte Brandau viel auf die starke Vorhand, dennoch setzte er sich mit seiner fehlerlosen Spielweise mit wenig Problemen durch, tolle Leistung! In Tritt schien mittlerweile auch Chissi gekommen sein. Nur anfänglich mit Schwierigkeiten, behielt die Klasse des Alten die Oberhand. Paul zögerte den Schlusspunkt lange hinaus. Gegen Olaf Krüger mit seinen ekligen Aufschlägen und der John Wayne-Vorhand hatte er bisher immer verloren. Konzentriert und kämpferisch reichte es jedoch diesmal, da er die entscheidenden Situationen in den knappen Sätzen 3 und 4 meisterte.

In sympathischer Atmosphäre trank man anschließend noch gepflegt ein/zwei Bier zusammen (Kühlschrank in der Halle, das brauchen wir auch wieder!).

Während Bulli schließlich als einziger Gast im Spektrum endete und Matthias ärztliche Gutachten im 360° verteilte, mussten sich Torben, Marc, Stefan und Paul den lüsternen Attacken der Kellnerinnen in der Klapsmühle erwehren. 😉

Ein Zähler ist nötig, um die lange Saison mit Tiefs und Hochs positiv über die Bühne zu bekommen. Mit Freibier für die Fans und voller Konzentration auf das Wetter-Spiel soll nach Ostern der Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht werden!

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