Heydemann nimmt sich Auszeit

Vor zwei Wochen ist die Saison für das höchstklassige Castrop-Rauxeler Tischtennisteam mit dem Verbleib in der Landesliga zu Ende gegangen, nun wird sich über die Zusammensetzung der ersten Mannschaft von Roland Rauxel in der neuen Spielzeit Gedanken gemacht. Schließlich ist bereits am 31. Mai das Ende der Wechselfrist erreicht und mit dem dann vorhandenen Spielermaterial muss ausgekommen werden.
Frühzeitig hatten schon Matthias Böhm, Christian Bojak, Torben Krumme und Thorsten Wasielak ihre Zusage für das nächste Jahr gegeben. Stefan Weiß und Christoph Pauly versicherten vier Spieltage vor Schluss, dass sie auch im Abstiegsfall den Europastädtern die Treue halten. Der dreifache Stadtmeister Pauly, der seine bisher beste Saison absolvierte, lehnte dafür sogar höherklassige Angebote ab. Das spiegelt die positive Stimmung genauso wider, wie die letzte Wasserstandsmeldung, dass auch sonst aus den insgesamt sechs Herren- und fünf Nachwuchsteams niemand den Verein wechselt.
Marc Heydemann setzt sich dem Druck dagegen vorläufig nicht mehr aus. Er macht eine Pause vom Leistungssport und wird der „Ersten“ nur noch in beratender Funktion zur Verfügung stehen. Als langjähriger Spitzenspieler hatte er die Roländer 2004 in die Landesliga geführt und war erst zur Rückrunde 2006/2007 ins mittlere Paarkreuz heruntergerückt. An der Seite von Pauly belegte er in der Doppelrangliste außerdem Platz 2 von insgesamt 144 Paarungen in der zweiten Serie. Ob er zum Abschluss an den Vereins- (Juni) und Stadtmeisterschaften (August) teilnimmt, hat Heydemann noch nicht entschieden.
Da Christian Bojak arbeitsbedingt nur einen geringen Trainingsaufwand leisten kann, wird er wahrscheinlich wiederum nur als Stammersatz fungieren. So würde den Rauxelern ein Neuzugang gut zu Gesicht stehen, denn auf diesem Niveau kann wohl kein Akteur aus den eigenen Reihen diesen Platz ausfüllen.
„Kaufen“ wollen sich die Heimischen jedoch keinen Topmann, das entspricht weder der Vereinsphilosophie, noch den bescheidenen Möglichkeiten. Dadurch wird es allerdings auch nicht einfacher auf diesem Leistungsniveau einen adäquaten Ersatz für die vorderen Positionen zu finden.

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