Start verläuft äußerst erfolgreich

Mit 9:2 deklassierte die Erste zum Auftakt den SSV Hagen. Zwar rechnete man schon damit, dass auswärts gewonnen werden könnte, aber in dieser Höhe überraschte das Ergebnis dennoch.

Hagen verlor im Vergleich zum Vorjahr, als sie am Ende Tabellendritter wurden, gleich drei Spieler: Brett 1 Andreas Blaut (Pause), Brett 2 Daniel Remmert (Wechsel zum Ligakonkurrenten Durchholz) und Brett 4 Dennis Krüger (nach Wuppertal). Allerdings spielten die übrigen drei Akteure Brandau, O. Krüger und Schultz im Laufe der letzten Saisons alle schon einmal im oberen Paarkreuz. Aufgefüllt wurde die Mannschaft durch drei Kreisliga/Bezirksklassen-Leute, die dort jedoch konkurrenzlos waren. Rauxel mit der ersten Sechs, bestehend aus Paul, Vatti, Stevie, Macki, dem Bachelor und Bulli. Marc sprang dabei für den eigentlich vorgesehenen Chrosci ein, der sich mit einer Kehlkopfentzündung plagte. Gute Besserung.

In den Doppeln entschieden sich die Roländer schließlich nach langem Überlegen, Paul und Chissi aufzustellen und mit Stefan und dem Heydemarc auf Risiko und 2:0 zu gehen. Es zahlte sich aus. Fehlerlos demontierten Pauly/Bojak die gegnerische Paarung, Weiß/Heydemann kämpften sich in den ersten beiden Durchgängen zu zwei vorentscheidenden Satzgewinnen in der Verlängerung, um ebenfalls mit 3:0 die Oberhand zu behalten. Auch Krumme/Wasielak begannen vielversprechend, Mitte des zweiten Durchgangs riss dann aber der Faden. Torben und Thorsten regten sich mehr über die – zugegebenermaßen zahlreichen – Nassen und das Geschnaufe von der anderen Tischseite auf und verloren noch 1:3.
Chissi zeigte sich schon in weit besserer Form als Ende März, dort verlor er völlig mittellos gegen Brandau bei ihrem letzten Aufeinandertreffen. Diesmal schon etwas sicherer, aber noch nicht bei 100%. Leider reichte die 2:1-Satzführung nicht und plötzlich stand es 2:2. Es sollte der letzte Hoffnungsschimmer der Gastgeber sein. Vor allem mit den variablen Aufschlägen von Krüger hatte Paul seine Probleme. Trotzdem holte er die Sätze 1 und 3 deutlich. Im zweiten musste er sich allerdings einiger tödliche Netz- und Kantenbälle in der Verlängerung erwehren, bevor die neue Nummer eins selbst mit einem Nassen das 20:18 (!) herstellte. Mit Viscaria-Holz und neuen Belägen mit eingebautem Frischklebeeffekt spulte der Rocket-Man sein Programm ganz locker ab. Der eigentlich als Punktelieferant in der Mitte gedachte Schultz hatte überhaupt nichts gegen Marc entgegenzusetzen. Seine Top-Verfassung stellte im Anschluss auch Stevie unter Beweis: Nur im zweiten Durchgang mit kleiner Konzentrationslücke zeigte er seine Qualitäten gegen Abwehr und brachte Borlinghaus eine Niederlage bei, die er aufgrund der Deutlichkeit wohl nicht so schnell vergessen wird. Schwerer hatte es da der Helm gegen Natusch, der im gesamten Jahr bisher nur gegen Torbinho im Rückspiel der letzten Saison unterlag und sonst ausschließlich Siege aufzuweisen hatte. Bullis Gegenüber nahm sich aufreizend viel Zeit zwischen den Ballwechseln und brachte Thorsten so zur Verzweiflung. Sogar der eigene Mann am Zählgerät konnte sich bei den Zwischenspielchen von Natusch das Grinsen nicht verkneifen. Ab Satz 2 schaffte es der Roländer sich wieder auf seine Taktik zu konzentrieren und demonstrierte besonders beim ersten Ball seine Sicherheit, die ihn auch schon am Donnerstag beim Training ausgezeichnet hatte. Torben ohne Frischkleben? Ja, das klappte! Gegen die „Klinge“ von Berg war es nur im zweiten Durchgang knapp. Schnell auf den Beinen nach mittäglicher Laufeinheit und mit Bryce auf dem Schläger gab es ein 3:0. Das obere Paarkreuz konnte nun den Sack zumachen. Offensiv noch ausbaufähig, dafür mit einigen sehenswerten Konter- und Defensiv-Aktionen gewann Paul auch sein zweites Einzel. Selbst vergebene Satzbälle im zweiten Durchgang beirrten ihn dabei nicht. Da wollte sich auch der Alte nicht lumpen lassen: Gerade die kritischen Situationen meisterte er gegen Krüger optimal und war bei der Entscheidung hellwach. Dreimal zwei Punkte mehr -> 3:0 -> 9:2.

Wie gewohnt freundlich ging es auch danach zu und die Hagener luden noch auf ein Brinkhoffs ein.
Als auch Stefan seine Unterhaltungen beendet 😉 und Bulli Pauls Hose gemopst hatte, wurde die heimische Halle aufgesucht, wo noch das dramatische Abschlussdoppel der Dritten verfolgt wurde. Bis auf Papa Bojak wurde der Abend in der Klapse fortgesetzt. Um die Ersparnisse von Tina und Torben sollte man sich nach dieser Würfelvorstellung Sorgen machen J . Patrick musste nicht ohne McNuggets ins Bett, ließ im Anschluss aber gleich das ganze Portemonnaie im Taxi. Immerhin passt der Paule auch um 3 Uhr 45 noch auf…

Ein wichtiger Erfolg zum Auftakt. In wahrscheinlich etwas schwächerer Aufstellung warten nach den Kreismeisterschaften die beiden Aufstiegskandidaten TSV Hagen 1860 und SV Wetter.

Ach ja: Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! (Glaube, das hab’ ich zuletzt im Aufstiegsjahr geschrieben 😉 )

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