Positiv Geschockt

DJK Roland Rauxel V siegt  9:2 (30:9)
gegen VfL Mark Hamm 2

[FPA] TH Europaschule

Ausgangsposition:

Erneut ein schwaches Auswärtsspiel in Eving bedeutete Rang 5 mit 4:4-Punkten. Aufstiegsambitionen können seitdem erstmal nach hinten gestellt werden. Mit Mark Hamm wartete ein schwerer Brocken auf die Rauxeler, die erst vor 14 Tagen beim 6:9 gegen Post Castrop (bis jetzt 10:0) ihre Stärken zeigten und sogar den Sieg auf den Schlägern hatten. Ein knappes Spiel wurde allerseits erwartet, nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen in der Relegation im Mai. Dort unterlagen die Rauxeler in der Aufstellung Babski, Stegt, Harr, Send, Wasielak, Schwittek der ersten Mannschaft der Hammer knapp mit 7:9. Der unangenehme Abwehrer Victor Peth in der Mitte, spielt nun in der zweiten Mannschaft ebenfalls in der Mitte. Linkshänder Andreas Remfert (letzte Serie immerhin 11:5 oben) spielte in der Relegation im unteren Paarkreuz Ersatz und überzeugte dort.

Rauxel musste kurzfristig auf Youngster Christopher Paul verzichten, was den Käpt’n in die Mitte beförderte und unten einen weiteren Einsatz Hottis ermöglichte. Für das Doppel machte am Freitagabend noch der (Ex-)Teamchef einige Ratschläge, die sich seine alte Mannschaft gerne anhörte und umsetzte.

Aufstellungen:
Stegt (1), Harr (2), Send (3), Friebe (5), Hertog (7), Elmanowicz (8)

Doppel:
Harr/Elmanowicz, Stegt/Hertog, Send/Friebe

Mark Hamm mit:
Remfert (1), Keye (2), Golkowski (3), Peth (4), Zimmer (6), Neuhaus (7)

Doppel:
Keye/Neuhaus, Remfert/Zimmer, Golkowski/Peth

Spielbericht:

Harry und Olaf sollten als starkes Doppel 1 für den ersten Punkt sorgen. Nach einer kurzen Regelkunde wie ein Doppel mit Rollstuhlfahrer durchgeführt wird, ging es los. Die beiden Roländer mit überzeugendem Spiel, wenn man sich auch erst daran gewöhnen musste, dass der Gegner nicht immer abwechselnd schlägt. Trotzdem ein sicherer Sieg. 11:8, 11:7, 11:9. 1:0

Der Rat des Teamchefs: „Nehmt Doppel 1 und 3 als Bank!“ sollte so umgesetzt werden. Doch das vermeintliche „Opferdoppel“ Stegt/Hertog zeigte ein gutes Spiel. Dank Hammer Ersatzgestellung konnte aber auch die bisher ungeschlagene Kombo Keye/Pohl nicht aufgeboten werden. 11:6, 11:7, 14:12. 2:0

Das klappte doch bisher sehr gut. Jetzt sollte die „Bank“ folgen, das bis dato stärkste Doppel der Liga. Im ersten Satz hatte der Käpt’n arge Probleme mit dem Material Peths, die Stellung in den Sätzen 2 und 4 sprach eindeutig für die Roländer. Ärgerlich, dass ein Aufschlagfehler zum Satzverlust in Satz 3 führte. Insgesamt ein dramatisches, stundenlanges Doppel, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte. Lange Ballwechsel standen auf der Tagesordnung. 6:11, 11:5, 10:12, 11:4, 15:17.  2:1

Matthias gelobte nach dem Eving-Spiel Besserung. Dafür wurde vor dem Spiel extra eine halbstündige Sondertrainingseinheit mit dem Käpt’n eingelegt. Alles in allem sehr überzeugend. Starke Leistung. 11:6, 13:15, 11:6, 11:9. 3:1

Mit dem druckvollen Spiel des Linkshänders Remfert hatte Andreas so seine liebe Müh und Not. Der knappe zweite Satz gab wohl den Ausschlag gegen den Rauxeler.  11:4, 14:16, 6:11, 5:11. 3:2

Am Nachbartisch kam es zur Revanche fürs Doppel und für die bittere Fünfsatz-Niederlage in der Relegation. Damals kämpfte Heppi noch mit seinem Tennis-Arm. Heute ging alles sehr glatt, wenn auch „ein wenig Netz“ hilfreich war. 11:2, 11:3, 11:8. 4:2

Nach den zwei bösen Niederlagen in der Mitte in Wickede, sollte unbedingt wieder ein Erfolg für den Käpt’n in diesem Paarkreuz her. Dafür war Golkowski mit seinem Topspin- und Blockspiel genau der Richtige. Zwei verschenkte Elfmeter kosteten Satz 3. Der Hammer zeigte sich nach dem Spiel ein wenig geschockt: „So hat mich schon lange keiner mehr nass gemacht!“ 11:8, 11:6, 11:13, 11:4. 5:2

Jetzt ging es schnell. Hotti endlich mit einer überzeugenden Leistung. Gegen Neuhaus war ein Erfolg nie in Gefahr. 11:5, 11:4, 11:7. 6:2

Das schwierige Spiel gegen Rollstuhlfahrer Zimmer (vor zwei Wochen 3:0 gegen Postler Martin Mann), der es geschickt verstand die Topspins mit der Noppe gefährlich zu blocken, „hätte ich vor 5-6 Jahren noch verloren“, gab ein glücklicher Olaf später zu Buche. In der gegenwärtigen Form setzte er sich aber souverän durch. Noch immer ohne Satzverlust. 11:5, 11:7, 11:6. 7:2

Ganz stark jetzt Matthias. Der Knoten ist hoffentlich geplatzt. Wenig Alkohol= gute Leistung! So könnte man auch behaupten. Der erste Satz zum Eingewöhnen ist bei den „best of five“-Spielen durchaus gestattet, danach eine sehr gute Leistung. 5:11, 11:9, 11:4, 13:11. 8:2

Komplettiert wurde der Sieg und die Rauxeler Siegerliste durch den ungefährdeten Erfolg unseres Brett 2. Harry gegen Keye von Beginn an überzeugend. Topspins rechts und links. Sehr gut 11:8, 11:8, 11:6. 9:2!

Fazit:

Bestes Spiel der Fünften bis dato. Damit hatte keiner gerechnet, weder Roländer noch Gegner, die bei der Verabschiedung sichtlich geschockt waren von der Rauxeler Stärke. „Ihr wart mit Abstand die stärkste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben.“ Insgesamt geht der Erfolg im sehr fair  (wir freuen uns aufs Rückspiel) geführten Spiel auch in dieser Höhe in Ordnung. Nur das Doppel 3, vermutlich das beste Spiel des Tages, bot Spannung im Überfluss. Auch die Rauxeler waren geschockt, aber positiv. „Ein innerer Reichsparteitag“, ein treffende Zusammenfassung unseres Altmeisters Heppi.

Nach dem Spiel wurde von der Mannschaft ausnahmslos ein verdientes Bier genossen. Hotti, Olaf und Matthias bekamen nicht genug und duellierten sich noch bis Mitternacht gegen Thorsten Nimser, Oliver Rinke (beide Vierte) und Lars Schwittek (Sechste). Die Kiste wurde gewonnen, 4:2 hieß es am Ende. Vielleicht bahnt sich ja bald ein Freundschaftsspiel an.

Dank noch an die Zuschauer, Torben und Stefan waren zu Beginn kurz da, die Vierte wartete nach ihrem Spiel mit Christoph, Oliver und Thorsten auf. Lars kam hinzu. Nach dem Spiel tauchten auch noch Thorsten K. und Marc H. auf, die bei der Zweiten in Ehrenfeld weilten.

Nächstes Spiel gegen Rahm, die gegenwärtig noch im unteren Mittelfeld rangieren, aber eigentlich höher gewettet wurden. Am Samstag stand aber ein 0:9 in Obercastrop zu Buche. Und dann war noch das 9:7 der Mengeder in Wickede…!

Bis die Tage

FPA

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