Der Dohle-Faktor

Die Stimmung war gut, man machte mehr Lärm als die spärliche Heimkulisse, dennoch kamen leider nur Punkte durch die Dekra-Brothers und den Paule zustande.

Die Doppel zogen diesmal mit etwas Pech gleich dreimal den Kürzeren. Pauly/Bojak setzten sich zweimal knapp gegen Dohle/Burczyk durch, danach war die Fehlerquote zu hoch und mit einem Ball an den Netzpfosten, der von dort noch in die Roländer Hälfte und sofort wieder auf die Hagener Seite zurücksprang, waren die Gastgeber auch nicht ganz unglücklich… Marc und Stefan einmal vorne, dann zweimal nah dran, aber insgesamt 1:3. Der Bachelor und der „Verteiler“ spielten ordentlich, im Entscheidungssatz verpassten sie es bei 5:3 für sich den Run von Bulinski/Rüth zu unterbrechen und unterlagen zu 5.
Überraschend offen gestaltete Chissi das Match gegen den ursprünglich in der 2. Bundesliga gemeldeten Dohle. Satz 1 ging sogar an den Roländer, auch danach war kein Klassenunterschied zu erkennen. Paul kam immer besser gegen Rzeszutek zurecht. Die neuen Beläge machten sich bezahlt: Zu Beginn flogen die Bälle noch zu weit, dann saßen die Rückhandschüsse und die Defense. Während sein Gegenüber im vierten Durchgang noch einen Matchpoint mit einem tödlichen Kantenball abwehrte, verwandelte Paul den nächsten selbst auf diese Weise. Drei Wochen Pause waren Marc anzumerken. Erst gegen Ende der Sätze 1 und 2 kam er in seinen Trott. Diese Hypothek war zu hoch, sonst wäre wohl noch was drin gewesen. Hoffentlich wertvolle Matchpraxis für nächste Woche. Einen ordentlichen ersten Durchgang lieferte Stevie ab. Bei 11:10 brachte Burczyk aber gefühlte 20 Bälle aus der Ballonabwehr zurück, die dem Rauxeler unverständlicherweise auch für den Rest des Tages den Zahn zogen. Bullrich setzte sich zweimal clever zu 9 gegen Bulinskis Noppe durch. Im Anschluss ließ er sich aber vom Tisch drängen und keine wirkliche Strategie mehr erkennen. Gegen Barop ist mehr Kaltschnäuzigkeit nötig. Dafür trat Torbinho ganz souverän auf. Er zeigte, dass er im unteren Paarkreuz zu den Besten gehört (Bilanz 4:1), gab Rüth nur im zweiten Satz eine kleine Chance. Alte Stärke wiederentdeckt. Herrlich!
Beim Zwischenstand von 2:7 war klar, dass man hier heute keinen Blumentopf mehr gewinnen würde. Doch auch in der zweiten Einzelrunde war kein Zeichen von Selbstaufgabe zu erkennen. Paul im ersten Durchgang mit Pech (waren es eigentlich wirklich elf Nasse?!?), danach ohne Chance in die Offensive zu kommen. Vatti nicht nur schön gegen Dohle, sondern auch effektiv gegen Rzeszutek. Auch mal mit dem nötigen Glück, aber immer mit sehenswerten Aktionen entschied er drei von vier gespielten Sätzen deutlich für sich. Sehr fair der bis dahin etwas überheblich auftretende Rzeszutek: In der Verlängerung des zweiten Durchgangs zeigte er einen Kantenball für Bojak an, den er als einziger in der Halle wahrgenommen hatte. Trotzdem gewann er verdientermaßen den zweiten. Den Schlusspunkt für die Postler setzte Stefan. Offensichtlich esoterisch angehaucht, verwies er auf das Schicksal, das ihm keinen Erfolg vergönnen wollte, egal, was er anstellt… Aber am späten Abend in der Klapse versicherte er, dass er am kommenden Wochenende „brennen“ wird!

Die Hagener luden die Roländer noch auf eine Mauergranate ein, ehe man den riesigen Sportkomplex vorbei an der Handballer-Meute verließ.
Noch an der Halle ein Bier und dann ab in die Klapse: Sparfachleerung, Angelina zum letzten Mal gekellnert ;-( und Mechthild Geburtstag -> da machte sich noch eine größere Zahl auf den Weg, um sich für Barop warmzutrinken.
Leider spielen die Mannschaften 2 bis 5 auch am Samstag. Vielleicht finden trotzdem noch einige Freunde von Roland Rauxel sowie die Sechste (schon fertig) und der Nachwuchs in die Halle an der Bahnhofstraße. Bei einem Sieg würde man sich von den Abstiegsplätzen lösen, sonst droht der Fall in den Keller…

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