Teilerfolg zum Auftakt

Zwar war allen Beteiligten klar, dass das überdeutliche Hinspielergebnis von 9:2 beim SSV Hagen nicht wiederholbar sein würde, trotzdem rechneten sich die Weltraumer gute Chancen auf einen Sieg aus. Schließlich musste man mit dem Unentschieden nach 4:7- und 5:8-Rückstand zufrieden sein und hält den Tabellenletzten damit weiter mit zwei Punkten und dem besseren direkten Vergleich auf Distanz.

Dass ein 8:8 herauskam, war vor allem vier Faktoren zu verdanken: Stefan Weiß bot seine beste Saisonleistung. Gegen Natusch hatte er wenig Probleme und gegen den stärker einzuschätzenden Schultz zeigte er sich auch mental deutlich verbessert, als er im vierten Durchgang vier Satzbälle in Serie abwehrte und anschließend seinen ersten Matchball verwandelte. Das macht Mut und sollte Brads Vorhaben, die zweite Serie ausgeglichen zu gestalten, einigen Rückenwind verschafft haben. Auch Chrosci dürfte nach diesem Spieltag endgültig den Respekt vor der Landesliga abgelegt haben und sich noch mehr zutrauen. Gegen das schwierige, schnittintensive Spiel von Berg – der die Hinrunde immerhin positiv abschloss – behielt er auch in den engen Phasen die Ruhe und ließ sich selbst von den Aufschlagverwirrungen (Schiri Weiß nicht ganz unschuldig 😉 ) nicht bremsen. Als die Roländer mit dem Rücken zur Wand standen, gewann er ebenfalls in überzeugender Manier gegen den offensiven Kasiske. Immer besser harmonieren auch Paul und Chissi. Nachdem sie im ersten Doppel etwas brauchten, um auf Betriebstemperatur zu kommen und die Partie nach 0:2 noch zu ihren Gunsten drehten, agierten sie im Abschlussdoppel wie aus einem Guss. Wobei wir beim vierten ausschlaggebenden Punkt wären: Den Zuschauern und der Stimmung. Nach recht magerer Unterstützung zu Beginn, auch weil die Mehrzahl der Aktiven selber am Tisch stand, fanden zum Ende des Matches der Ersten etwa 40 Anhänger den Weg in die Sporthalle an der Bahnhofstraße und trieben die eigene Mannschaft euphorisch jubelnd und mit „DJK“-Rufen zu Höchstleistungen, so dass Chissi zu Paul nur anmerkte: „Geil, oder?“. Höhepunkt im letzten Spiel des Tages: Ein Ballwechsel bei dem Paul und Vatti vier Meter vom Tisch alles fischten und zum Teil auf dem Boden liegend noch zurückbrachten.
Die letzten beiden Zähler sammelten Paul und Bulli ein. In einem unattraktiven Duell mit Krüger, in dem Paul entweder den gegnerischen Aufschlag nicht bekam oder Krüger den „Turm“ verballerte, reichte es zu einem 3:0. Gegen Brandau entwickelte sich ein ansehnliches Match, wobei zu sehen war, dass Paul noch nicht bei 100% angekommen ist. Äußerst unglücklich hieß es 19:17 für den Hagener im Entscheidungssatz. Nicht so viel Zuversicht wie Ende 2007 strahlte der Helm aus. Zu unzufrieden und zu kommentarreich langte es nicht für Kasiske. Dafür bekam er nach 2:0-Führung und dem anschließenden Satzausgleich im fünften Durchgang wieder die Kurve gegen Berg. Völlig neben der Spur lief am Samstagabend Chissi. Überhaupt keine Bindung zum Spiel. Abhaken: In der Hinrunde gab es auch nur eine oder zwei Partien, wo gar nix ging. Die liegt nun hinter ihm. Ähnlich frustrierend gestaltete sich das Bild von Torbinho. Nach 7:3-Vorsprung im ersten Satz gegen Schultz war plötzlich Schluss. Auch im zweiten Einzel klappte es nur einen Durchgang lang. Etwas mehr Schlaf und Glaube an sich wird das hoffentlich nächste Woche schon anders aussehen lassen.

In der Liga kann kein Spielausgang sicher vorhergesagt werden, das zeigte auch die erste Meisterschaftsrunde im neuen Jahr, wo z.B. Barop und Durchholz gegen den Ersten Wetter bzw. Zweiten Holzwickede punkteten. Von daher fährt man nicht chancenlos zum TSV Hagen, wo man vor allem kämpferisch dagegenhalten muss.

Auch auf das obligatorische Ausklingenlassen in der Klapse wurde nicht verzichtet. Torben gab netterweise gleich die ersten beiden größeren Schock-Runden aus, Marc sollte eine zweite Karriere im Würfeln in Betracht ziehen J.

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