„Wir waren schon weg…“

…doch von Edelfan Jana angefeuert, lieferten die Roländer einen Kampf bis zum Letzten und trotzten dem Aufstiegskandidat TSV Hagen in dessen Halle ein 8:8-Unentschieden ab.

Dabei sah es am Anfang nach einem kurzen Auftritt aus: Pauly/Bojak gegen Pertl/Ohlsen völlig neben der Spur und mit 0:3 unterlegen. Für Weiß/Krumme ging es zwar besser los, nach gewonnenem ersten Durchgang riss der Faden gegen Gurtner/Schrötter jedoch völlig. Hochklassigen Sport auf Augenhöhe bot dagegen das Duell der Doppel 3. Lange, sehenswerte Ballwechsel en masse zwischen Chroscinski/Langbein (Bulli konnte seine Bereitschaft nicht verlegen) und Judtka/Siebers. Leider entschieden die Gastgeber auch die dritte Paarung des Tages für sich.
Chissi fand gegen Gurti immer noch nicht richtig ins Spiel und konnte seinen Erfolg aus der Vorsaison nicht wiederholen. Zwei Sätze lang blieb Paul auf verlorenem Posten gegen Pertl, der mit Vorhand und Noppen-Rückhand die Ecken nach Belieben traf. Doch Paule gab auch bei 6:10 und vier Matchbällen gegen sich im dritten Durchgang nicht auf. Rettete sich in den vierten Satz, drehte auch hier nun aggressiver eingestellt ein 3:7 noch in ein 11:8 und stellte schließlich mit dem Sieg im fünften den Spielverlauf endgültig auf den Kopf. Auch Torbinho rang am Nebentisch Siebers (zweitbester Mitte-Akteur der Hinrunde) alles ab. Er steckte niemals auf, kam nach 0:2-Rückstand zurück, machte bei 10:8 im finalen Durchgang aber zwei unforced errors und musste sich so noch in der Verlängerung geschlagen geben. Zwischenstand 1:5. Brad Gilbert lag gegen den aus dem oberen Paarkreuz kommenden Harti bereits 1:2 hinten, doch er bewies erneut, dass er mental stark verbessert ins neue Jahr gerutscht ist und drehte nach Rückstand im vierten das Match zu seinen Gunsten. Mit Vaterfreuden im Hinterkopf (Glückwunsch) machte Ohlsen mit einem alles versuchenden Marci was er wollte. Chancenlos fragte sich der Rauxeler Ersatzmann, warum sein Gegenüber bloß an Position 5 aufgestellt war. Das Gefühl des frischgebackenen Vaters kennt auch Chrosci. Gegen Schrötter konnte er in der crunch time immer noch etwas zulegen und nervenstark die zwei Punkte mehr auf seinem Konto behalten. Obwohl Paul Gurtner anderthalb Sätze lang beherrschte, brachte er diesen mit einer Reihe leichter Fehler und mangelhaftem Offensivspiel wieder rein und verlor noch. Mittlerweile 3:7, aber nun begann die beste Phase der Roländer. Vatti (der Name ist Programm) ließ sich vom 0:2-Satzrückstand gegen Pertl nicht aus der Ruhe bringen, erarbeitete sich Punkt für Punkt. „Niemals aufgeben“, das beherzigte am Samstagabend jeder Spieler. Chissi wurde belohnt, zum zweiten Mal musste sich der bemitleidenswerte Perlt hauchdünn im finalen Durchgang geschlagen geben. Bret „The Hitman“ Hart kam erwartungsgemäß mit dem sicheren, spinreichen Spiel von Siebers schwer zurecht. Einmal mehr fightete er sich aber nach 0:2 zurück ins Match, rohrte die Vorhand durch und verdiente sich den Triumph, um die Rückrundenbilanz auf 4:0 zu schrauben. Was der Bachelor schon im ersten Einzel andeutete, zog er im zweiten durch. Nachdem er sich den zweiten Durchgang gegen Judtka knapp erkämpft hatte, wendete sich das Blatt zu seinen Gunsten. Die Krumme-Faust und der Optimismus wurden endlich wieder zum ständigen Begleiter und er hielt seinen Gegner mit einer ganz starken Vorstellung mit 3:1 nieder. Chrosci musste zwar den 1:1-Satzausgleich gegen Djenzman hinnehmen, doch als dessen Teamkollegen sich seines Erfolgs sicher waren, zeigte Rauxels 1. Vorsitzende ungeahnte Angreifer-Qualitäten und gewohnt sicheres Spiel über dem Tisch, um Ohlsen keine Chance mehr zu lassen. Ganz stark und nun ebenfalls 4:0! 7:7, der Ausgleich war geschafft. Leider konnte Marci nur im ersten Durchgang gegen Schrötter den Anschluss halten. Danach zu durchsichtig und ohne Satzgewinn. Dass man am Ende trotzdem nicht noch mit leeren Händen dastand, dafür sorgten Paul und Chissi im Abschlussdoppel. Im ersten in der Verlängerung nach zuerst hohem Vorsprung (sehr fair von Hagen den Satzball trotz Zwischenruf gewertet) knapp erfolgreich, dann mit 1:2 vor der deutlich angewachsenen Kulisse ins Hintertreffen geraten, mobilisierten beide noch einmal alle Reserven und verdienten sich das Remis.

In einem spannenden und abwechslungsreichen Spiel, das jederzeit fair ablief, durften sich diesmal die Gäste als Gewinner fühlen. Vorbildliche gegenseitige Unterstützung und Kampf um jeden Punkt, so verliert man den Klassenerhalt nicht aus den Augen. Mit den netten Gastgebern trank man noch eine Mauergranate, ehe auch Stevie den Umkleideausgang fand und gen C-R aufgebrochen werden konnte. Vatti stahl sich heimlich mit der Kiste davon, aber Stefan W., Christian C., Schwarzwald-Fan Torben K. und Christoph P. + Jana und später Stefan H. sowie Marie deckten in der „verrauchten“ (J) Klapse wieder des Kotzkrummes Schock-Mängel auf. Vorher wurde Stevie auch noch bei der allgemeinen Verkehrskontrolle für seine Blinkmanöver verwarnt, dass es dabei belassen wurde, lag wahrscheinlich an der Zufriedenheit, die er ausstrahlte, und die Paule erst nach viel Bier an den Haaren wieder aus ihm herauszog… 😉

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