Ins Schwitzen gebracht

Wie in der Vorwoche boten die Roländer diesmal gegen den niederlagenlosen Tabellenführer aus Wetter eine herausragende Mannschaftsleistung. Dass es nicht zu einem Punktgewinn reichte, lag am Ende nur an der großen Ausgeglichenheit der Gäste.

Taktischerweise wurden Stevie und Chrosci als Abwehrkiller in Doppel 1 aufgestellt, diese Variante funktionierte insofern, dass tatsächlich die Ex-Postler Langer und Hennicke das gegnerische Doppel 2 bildeten und in einem tollen Kampf mit 3:1 niedergehalten werden konnten. Leider reichte es nicht zum perfekten Start, da Pauly/Bojak im vierten Satz Matchbälle gegen Galka/Mokler vergaben und sich noch im fünften Durchgang geschlagen geben mussten. Dreimal in die Verlängerung schafften es Torben und Thorsten, doch auch dreimal besaßen Orlowski/Kreuger den längeren Atem.
Paul konnte gegen Galka überhaupt keine offensiven Akzente setzen, dem reichten dreimal zwei mehr (-9,-9,-9). Doch als beim Zwischenstand von 1:3 alles seinen gewohnten Gang gemäß der Tabellensituation zu gehen schien, schlugen die Roländer vor der ansehnlichen Kulisse zurück. Chissi hatte schon am Vortag mit Paul kommuniziert: „Gegen Wetter hat es auch in der Hinrunde mit der Wende geklappt“. Damals stand seine persönliche Bilanz zuvor ebenfalls bei 1:3 und er konnte gegen den Spitzenreiter doppelt punkten. Obwohl ihm Langer auch nicht unbedingt liegt, zeigte Vatti wieder eine tadellose Vorstellung. Der Castrop-Rauxeler Stadtmeister von 1997 bezwang den von 1991 und 2000 in drei knappen Sätzen, in denen er stets in Front lag. Brad bewies daraufhin einmal mehr seine Qualitäten gegen Abwehr. Im ersten Durchgang schoss er Hennicke von der Platte, anschließend kam der zwar etwas besser zurecht, zu einem Satzgewinn für Raik reichte es jedoch nicht. Nahtlos an die starken Auftritte in Hagen anknüpfend, präsentierte sich auch Torbinho in glänzender Verfassung und gab Orlowski – immerhin fünftbester Mitte-Spieler der ersten Serie – in drei Durchgängen keine Chance. Aus dem 1:3-Rückstand machten die Gastgeber eine 4:3-Führung. Bulli war dann gegen Kreuger (mittlerweile 15:2) dran, verpasste es aber am Ende der Sätze 1 und 4 das Ding durchzuziehen. Los wie die Feuerwehr legte Chrosci gegen Mokler (in der Saison im unteren Paarkreuz noch zu 0!). Nach 2:0-Satzführung Christians stellte der Noppenakteur sein Spiel allerdings um und drehte die Partie noch, um dem ersten Vorsitzenden die erste Niederlage 2008 zuzufügen. Erneut hatte die Führung gewechselt, nun 4:5 zu Gunsten der Gäste. In der ganzen Spielzeit bisher noch nie ohne Einzelzähler geblieben, das wollte Paule auch am Samstagabend nicht ändern. Ausgerechnet gegen Andreas musste dafür ein Sieg her. Bisher immer mittellos geblieben, sah Paul diesmal, wann wie viel Schnitt auf ihn zukam, agierte mutig und konnte Langer im dritten Anlauf zum ersten Mal sicher besiegen. Bester Rauxeler aber heute Christian B.: Nach der unglücklichen Niederlage vor einem Jahr gegen Galka hatte er noch eine Rechnung mit ihm offen. Wenige eigene Fehler und konstantes unter Druck setzen seines Gegenübers ließen dem kaum Freiraum und nur einen Satzgewinn. Die Prognose hatte gehalten. Der Schlagabtausch ging weiter, wieder schlug das Pendel bei 6:5 für die Weltraumer aus. Leider konnte diese Vorlage nicht mehr in Zählbares umgesetzt werden: Stefans Vorhand kam gegen Orlowski ab Satz 2 nicht mehr durch, der Bachelor gab seine Ruhe auf und die Topspins fanden ab Durchgang 3 ihr Ziel überhaupt nicht mehr, der Helm auf völlig verlorenem Posten gegen Mokler. Chrosci versuchte zwar noch einmal alles, um dem Abschlussdoppel noch die Möglichkeit zum Ausgleich zu geben, doch die Serien von Kreugers schnellen Tops waren im Entscheidungssatz durchschlagskräftiger.

Auch wenn die Köpfe erst einmal hingen, weil man trotz der sehenswerten Leistung mit leeren Händen dastand, übrig bleibt, dass sich momentan spielerisch und kämpferisch von einer richtig guten Seite gezeigt wird. Das muss natürlich erst einmal gegen die direkte Konkurrenz wiederholt werden, die aktuellen Eindrücke machen aber viel Mut.

Als ehemalige Stammgäste verabschiedeten sich die Aktiven Torben, Bulli, Marc, Paul + Michael B. und einige andere Freunde Roland Rauxels später noch standesgemäß von den „Heiligen Hallen“ mit Livemusik von Seven Cent . Vor allem im Aufstiegsjahr endete jeder Abend im Spektrum und ist daher mit vielen positiven Erinnerungen verbunden. Wir werden den dreckigen, alten Rockerschuppen vermissen! J Won’t forget these days…

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