In zufriedene Gesichter…

…sah man ausnahmslos nach dem 9:1-Kantersieg der Ersten in Hiltrop. Die Gastgeber lieferten mit drei Ersatzleuten (Marathon, Verletzung, Urlaub) zwar die Vorlage, den Bochumer Spielern mangelte es jedoch weder an Einsatzwillen, noch an Qualität.

Ursprünglich sollten Weiß/Chroscinski gegen die Abwehrpaarung ran, von der blieb nur Pommeranz übrig, der mit Brett 1 Werner Bätz antrat. Beide boten eine Demonstration sondergleichen und zerlegten das obere Paarkreuz nach allen Regeln der Kunst (6, 4, 6). Die Jugendlichen Ludwig und Siepmann kamen zuerst nicht mit dem Schnitt von Pauly/Wasielak klar, im dritten profitierten sie von einigen leichten Fehlern, doch am Ende reichte es für die Vereinsmeister recht locker. Das spannendste Doppel-Duell entwickelte sich zwischen Krumme/Erhardt und Kessel/Rednau. Die Roländer waren eigentlich besser, gaben den zweiten Durchgang aber noch unnötig ab. Im vierten dann ein ständiges Hin und Her mit Satzbällen auf beiden Seiten. Mit 20:18 (!) setzte sich schließlich Torbens Vorhand und Werners Sicherheit durch.

Den Aufwind aus den Doppeln nahm Stevie mit: Selbstbewusst und konzentriert meisterte er gegen Bätz die knappe Situation im zweiten Durchgang und gewann auch dank seiner variantenreichen Aufschläge ein Einzel, das man nicht unbedingt auf der Rechnung hatte. Sein Kontrahent war immerhin einmal westdeutscher Jugendmeister, vier Jahre nach Steffen Fetzner und zwei nach Torben Wosik! Obwohl Paul gegen Pommeranz’ Anti Satz 1 für sich entschied, fand er im Angriff nicht die nötige Länge in seinen Schlägen und verlor 3 und 4 in der Verlängerung und den Matchball mit einem Netzroller… Seine Routine spielte der frischgebackene 36jährige Chrosci gegen den jungen Ludwig aus. Mit sicheren Offensivaktionen, Topspin-Serien und dem längeren Atem an den Satzenden wies er seinen Gegenüber mit 3:0 in die Schranken. Nach eigenen Angaben die Einstellung wiedergefunden, feuerte der Bachelor ein wahres Vorhand-Feuerwerk gegen Kessel ab, der nur im zweiten Durchgang den Anschluss halten konnte. Ansonsten Torbinho mit einer ganz abgeklärten und souveränen Vorstellung. Es folgten die beiden Schlüsselpartien: Kampfschwein Werner in einem Verlängerungs-Festival in den letzten drei Sätzen gegen Rednau. Zunächst mit Problemen bei den eigenen Topspins und den gegnerischen Sichelaufschlägen. Im vierten dann zwei Matchbälle abgewehrt und auch im fünften noch einen, ehe der dritte eigene in diesem Krimi genutzt wurde. Torben fürchtete schon Ärger, als seine Auszeit bei 10:8 keinen direkten Erfolg brachte ;-). Auch das zweite Fünfsatzmatch des Tages sollte an die Gäste gehen. Bulli kämpfte sich gut in die Partie gegen den zweifelsohne bereits Landesliga-Format besitzenden Jungen-Verbandsliga-Einser aus Hiltrop. Ungewohnt sicher und abwartend auch aus der Halbdistanz sowie vorne am Tisch immer häufiger die Initiative ergreifend, behielt er im entscheidenden Durchgang nach einem kleinen Endspurt mit 11:7 die Oberhand. Somit 8:1 und nur noch die Höhe des Sieges sollte fraglich sein. Während sich bei Brad gegen Pommeranz ein ausgeglichenes Duell anbahnte, triumphierte Paul erst deutlich gegen Bätz, bis dessen rotationsreiche Topspins immer öfter einschlugen. Doch Paule hatte die Nerven im Griff und drehte den vierten Durchgang nach 6:10 noch zum 12:10, um für das Endergebnis zu sorgen.

Man war sich mit den Gastgebern einig, der eine oder andere Zähler wäre durchaus noch drin gewesen, dennoch ein verdienter Erfolg für die DJK gegen Hiltroper, die trotz der Ersatzstellung nicht aufgaben und dagegen hielten.

Nun ist man voll im Soll und kann beruhigt in die einwöchige Pause gehen, bevor man ohne Druck als Außenseiter das Heimdebüt gegen Spitzenreiter Lenkerbeck feiert.

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