“Ich bin in der Mannschaft der Senior” – Christian Bojak

CASTROP-RAUXEL Wenn Tischtennis-Spieler Christian Bojak seine Rolle im Landesliga-Team von Roland Rauxel beschreibt, schmunzelt er: “Ich bin in der Mannschaft der Senior”. Anfang 2010 hat der 40-Jährige nach 18-monatiger Pause sein Comeback gefeiert. Ein Porträt.Von Jörg Laumann

 

 

 

 

 

 

 

Mittlerweile gehört Bojak als Nummer drei wieder zu den festen Größen in der ersten Mannschaft, die derzeit den achten Platz in der Landesliga belegt. Trotz der Nähe zu den Abstiegsrängen ist der Routinier zufrieden. “Wir sind ingesamt gut in die Saison gestartet”, sagt Bojak, “allerdings hat sich gezeigt, dass in der Gruppe nahezu jeder jeden schlagen kann.”

Auch die Rauxeler mussten diese bittere Erfahrung zuletzt machten, als sie beim bis dahin hinter ihnen platzierten TTV Platteheide mit 2:9 verloren. “Es gibt halt solche Tage, an denen man als Mannschaft nicht die volle Leistung abrufen kann”, erklärt Bojak, der immerhin einen der zwei Punkte holen konnte.

“Alle wollen den Erfolg”

Grundsätzlich ist der 40-jährige Henrichenburger vom jungen Roland-Team aber vollauf überzeugt. “Alle Spieler wollen den Erfolg und sind entsprechend hoch motiviert”, berichtet er. “Es macht großen Spaß, in diesem Team zu spielen.”

Das Gemeinschaftserlebnis Tischtennis war für Bojak auch der wesentliche Grund, seine anderthalbjährige Pause im Januar dieses Jahres zu beenden. Nach der Geburt seines zweiten Sohnes 2008 hatte er den Schläger zunächst komplett beiseite gelegt, um sich verstärkt der Familie, aber auch seinen beruflichen Aufgaben als Außenstellenleiter bei der Dekra zu widmen.

Doch den Kontakt zu den Roländern, für die er seit seinem 13. Lebensjahr – unterbrochen von einem kurzen Intermezzo beim Lokalrivalen Post SV – an die Platte geht, hielt Bojak immer aufrecht. Schon bald musste der studierte Maschinenbauingenieur allerdings feststellen, dass ihm die Zuschauerrolle überhaupt nicht lag: “Nur dabei zu sitzen, hat mich fast wahnsinnig gemacht.”

Bilanz wurmt Bojak

So fiel es dem Routinier, der als 21-Jähriger erstmals im Landesliga-Team stand und dort lange Zeit die Nummer eins war, auch nicht schwer, in der Rückrunde 2009/10 sein Comeback zu feiern. Trotz zuvor langer Trainingsabstinenz legte Bojak noch eine fast ausgeglichene Einzelbilanz (7:8) hin.

In der aktuellen Spielzeit steht der ehemalige Stadtmeister bei vier Siegen und sieben Niederlagen. Und auch wenn er nach eigenem Bekunden heute viel gelassener mit Misserfolgen umgehen kann, wurmt ihn dies doch gewaltig. “Wenn es am Saisonende ausgeglichen steht, kann ich damit gut leben”, sagt Bojak, “aber in der nächsten Spielzeit muss es wieder eine positive Bilanz werden.”

 

Den Ruhr-Nachrichten entnommen!


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