Ziel: Kein Abstieg

Nach drei Aufstiegen durch zweite, vierte und fünfte Mannschaft im Vorjahr und dem Abgang von Stefan Weiß aus der ersten Herren, der sich durch den ganzen Verein zog, war vor der Saison klar: In der Spielzeit 2011/2012 muss es den meisten Roländer Teams vor allem darum gehen, die Klasse zu halten.

In Lünen kam das Landesliga-Sextett zum Auftakt gar nicht zurecht (2:9). Der misslungene Start wurde aber beim 9:5 gegen Hiltrop wieder wett gemacht, wobei Thorsten Wald und Wasielak mit toller Frühform brillierten. Gegen Herbstmeister Herne-Vöde konnte nur einmal in jedem Paarkreuz und im Doppel gepunktet worden.
Spektakulär ging es anschließend gegen Suderwich weiter: Eine Woche vor seiner Hochzeit rettete Torben Krumme seiner Mannschaft nach Abwehr von Matchbällen und gelungenem Timeout das Unentschieden.
Einem 9:4 gegen Holzwickede und einem 8:8 gegen Bergkamen folgte ein 9:6-Erfolg in Bochum-Werne mit dem ehemaligen Rauxeler Marcel Szigan. Der für den wohnortsbedingt nach Bommern abgewanderten Stefan Weiß ins Team zurückgekehrte Marc Heydemann punktete hier zum ersten Mal doppelt.
Nach der unglücklichen Niederlage in Eving (7:9) setzte man sich gegen Eintracht Dortmund mit 9:6 durch. Ohne Heydemann und Krumme erreichten die Roländer anschließend einen nicht für möglich gehaltenen 9:2-Sieg in Rahm. Christoph Pauly und Christian Bojak spielten gegen Breiter und Stein im oberen Paarkreuz 4:0.
Noch einen setzte die von zahlreichen Ausfällen gebeutelte erste Herren gegen den bis dato die Tabelle anführenden BvB zum Abschluss der ersten Serie drauf. Dank der guten Ersatzleute Werner Erhardt, Marc Perbandt und Bernd Graz entführte man im Abschlussdoppel beide Zähler aus Dortmund.
14:8-Punkte bedeuten einen fantastischen dritten Platz, einen Sieg hinter dem Spitzenduo und fünf Zähler vor dem Relegationsplatz. Christian Bojak benötigte zu Beginn etwas Zeit, um sich ein Paarkreuz höher zu akklimatisieren, kam am Ende aber noch auf sehr ordentliche 9:11-Einzel. Thorsten Wasielak spielte eine seiner besten Runden (Bilanz 12:8), Thorsten Wald (10:8) und Torben Krumme (8:5) – seit Mitte Oktober ungeschlagen – waren ein sicherer Rückhalt. Christoph Pauly mit 10:12-Spielen und Marc Heydemann mit 7:10-Siegen haben mit Sicherheit noch Steigerungspotential.

Als Meister in die Bezirksliga aufgestiegen, musste die „Zweite“ Marc Heydemann abgeben und nach seinem Achillessehnenriss auch fast die komplette Vorrunde auf Christian Chroscinski verzichten.
Trotzdem zeigte die Mannschaft große Moral, auch wenn es Werner Erhardt (7:11), Marc Perbandt (6:11) und Steven Piorkowski (5:15) an den vorderen Positionen eine Klasse höher schwer hatten. Robin Gude kam im jugendlichen Alter auf eine bemerkenswerte ausgeglichene Bilanz, Bernd Graz auf erfreuliche 8:5-Siege, Guido Schwark spielte 4:6.
Dass sie das Zeug hat, in der Bezirksliga mitzuhalten, bewies die zweite Herren nicht nur, als sie die Konkurrenz aus Falkenhorst Herne (9:1) und Post Castrop (9:2) dominierte. Auch beim 6:9 gegen Ligaprimus TTT Bochum sowie den beiden 5:9-Niederlagen gegen Ruhrstadt Herne und Hagen war man nah dran am Unentschieden. Ärgerlich waren die zahlreichen Ausfälle gegen Weitmar, wodurch eine bessere Ausgangsposition verpasst wurde.
Ein großes Problem waren die Doppel. Während Piorkowski/Graz ein sicherer Punktegarant waren, fand man in der gesamten Hinserie keine Spitzenkombination.
Da Weitmar und Falkenhorst 2012 je einen Leistungsträger verlieren und bei den Roländern Chroscinski im Dezember sein Comeback feierte, hat man gute Chancen noch das rettende Ufer zu erreichen. Momentan bedeuten 4:18-Zähler noch Rang zehn, drei Punkte hinter dem Weitmarer TTC Bochum.

Keine leichte Runde hat die dritte Herren hinter sich: Guido Schwark stellte sich vorbildlich in den Dienst des Vereins und versuchte seinem Team in der Kreisliga so lange wie möglich zu helfen, ehe er sich in der Bezirksliga für den verletzten Chroscinski festspielte. So verhalf er den Roländern noch zu zwei wichtigen Erfolgen zu Saisonbeginn. Der nächste Schicksalsschlag ereilte die „Dritte“ durch die Verletzung von Marco Beer, der in der ersten Serie keinen Schlag machte. Ohne das eigentliche obere Paarkreuz und die berufsbedingt nicht immer verfügbaren Lars Friedrichs und Andreas Friebe – die mit 7:7- bzw. 10:6-Bilanzen zuverlässige Punktesammler waren – reichte es schließlich für Platz acht und 9:13-Zähler. Immerhin ein Rang über der Abstiegszone! Ralf Kemler (9:10), Michael Bergins (7:11) und Jürgen Wasielak (4:15) waren fast immer dabei, Edelreservist Dirk Wiegmann (3:7) half aus, wo er konnte.
2012 soll mit einer stabileren Aufstellung ohne Verletzungspech eine sichere Position im Tabellenmittelfeld eingenommen werden.

Für die positive Überraschung sorgte in der zweiten Kreisligagruppe die junge vierte Herren. Nach dem Aufstieg von vielen vermeintlichen Experten als Abstiegskandidat betitelt, spielte man lange ganz oben mit und ist bei 13:9-Punkten nun eine von fünf Mannschaften, die um die Relegation zur Bezirksklasse wetteifert.
In den ersten acht Partien war man nur dem Spitzenreiter aus Sölde unterlegen. Besonders beeindruckend waren die klaren Erfolge über die direkte Konkurrenz aus Hamm und Dortmund. Leider ging der „Vierten“ auf der Zielgeraden etwas die Luft aus. Sie leistete sich zum Schluss einige unnötige Punktverluste und konnte keins der letzten vier Matches mehr gewinnen.
Thorsten Kriegel führte sein Team mit starken 15:7-Siegen an. Die „Mitte“ mit den Jugendlichen David Mees und Emilio Kartas (12:6 bzw. 12:5) gehörte zum Besten, was die Liga zu bieten hatte. Fabian Rieke und Christopher Paul konnten bei Bilanzen von 11:5 und 6:5 im hinteren Paarkreuz überzeugen. Für die Rückserie viel vorgenommen, hat sich Olli Rinke, der an Brett zwei nur dreimal erfolgreich war und 2012 an Position vier wieder angreift.

Ein wenig leichter hätte es sich der Aufsteiger in der 1. Kreisklasse wohl schon vorgestellt. Nach dem Auftaktsieg verlor man fünf Duelle ohne einmal chancenlos gewesen zu sein. Ab November lief es dann besser. Neben den Pflichterfolgen gegen die Abstiegskandidaten aus Somborn und Eving-Lindenhorst (9:1 und 9:0) verbuchte die fünfte Herren gegen Ende des Jahres noch zwei wichtige Siege gegen Brünninghausen und im prestigeträchtigen Lokalderby gegen Post Castrop.
Etwas unerwartet konnte keine der sechs Stammkräfte im Einzel sein Spielverhältnis zumindest ausgeglichen gestalten. Dafür blieb Olaf Elmanowicz als siebter Mann in seinen fünf Einzeln ungeschlagen. Umso unglaublicher liest sich die Doppelbilanz: 25:6-Siege sind absolute Liga-Spitze.
Position acht mit 8:12-Zählern sollte in der zweiten Serie mindestens gehalten werden.

Ohne den verzogenen Torsten Bonk und den beruflich fast komplett verhinderten Thorsten Nimser musste die sechste Herren auskommen. Nimser wird in der Rückrunde aber wieder häufiger zur Verfügung stehen und versuchen den zu Höherem berufenen Kevin Kubitzky zu ersetzen. Der überragende Kubitzky gewann 15 seiner 20 Vergleiche. Auch seine Teamkollegen boten gute Leistungen: Hendrik Schulte spielte 8:5, Almir Duratovic 9:5 (davon 9:1 im mittleren Paarkreuz), Andreas Harr 5:5, Sandro Crapanzano 5:1 und Lars Schwittek 6:3.
Mit Unterstützung durch Ersatz aus der siebten Mannschaft soll der Platz im oberen Tabellenmittelfeld bestätigt werden.

Einen guten vierten Rang belegt die siebte Herren zum Abschluss der Hinserie. Höhepunkt war das in der Höhe sensationelle 9:2 gegen den TuS Rahm, der sonst kein Spiel verlor! Kleiner Wermutstropfen zum Ende des Jahres: Durch das 5:9 bei Borussia Dortmund verpasste man eine noch bessere Ausgangsposition. Nun streiten sich die Roländer mit Brünninghausen um Position vier.
Eine fantastische Serie legten Matthias Friebe (10:2) und der stark verbesserte Krzysztof Lewandowski (11:5) an den vorderen Brettern hin. Karo Ali war mit 9:5-Siegen im ersten Herrenjahr sofort erfolgreich, auch Thorsten Wiegmann mit 6:3- und Frank Denk mit 3:3-Spielen lieferten überwiegend positive Auftritte ab. Routinier Horst Schieron, Nachwuchshoffnung Yannick Bockshecker, Hans-Georg Paul, Robin Leuchtmann, Hubert Chroscinski und Christoph Zobiegala gewannen jeweils ein Einzel.

Ein frohes neues und sportlich erfolgreiches Jahr 2012! Bleibt gesund 🙂

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